Bis auf den letzten Platz besetzt

Die Vorbereitungen für die diesjährige Delegiertenversammlung mit Abendveranstaltung des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds SIG laufen auf Hochtouren. Noch bis am Sonntag arbeitet das ganze SIG-Team für einen aussergewöhnlichen Tag in Zürich. Es wird einige Höhepunkte geben, auf die sich der SIG-Generalsekretär Jonathan Kreutner ganz besonders freut.

Die diesjährige Delegiertenversammlung findet in Zürich statt. Gleich drei jüdische Gemeinden sind Gastgeber. Welche Bedeutung hat diese gemeinsame Einladung?

In der 115-jährigen Geschichte des SIG haben die drei Zürcher SIG-Gemeinden, die Israelitische Cultusgemeinde ICZ, die Israelitische Religionsgesellschaft IRG und die Agudas Achim, noch nie gemeinsam eingeladen – es haben überhaupt noch gar nie drei Gemeinden zusammen eingeladen. Das ist etwas sehr spezielles und besonderes und ist ein schönes Zeichen des Zusammenhalts innerhalb der jüdischen Gemeinschaft. Es freut uns ebenso sehr, dass die Gemeinde Agudas Achim das erste Mal seit sie SIG-Mitglied ist zu den Gastgebern gehört.

Was ist das Spezielle an der diesjährigen DV?

Speziell ist, dass der Zürcher Synagogenchor, das heisst der Chor der ICZ zusammen mit Sängern des IRG-Synagogenchors, auftritt. Dies hat es in dieser Form noch nie gegeben. Ein Bundesrat als Gast kommt zwar immer wieder vor. Es ist aber auch dieses Jahr sehr erfreulich und macht uns stolz, dass sich Bundesrat Ignazio Cassis Zeit für unsere Mitglieder und Gäste genommen hat.

Das diesjährige Programm kommt offenbar hervorragend an. Seit es Abendveranstaltungen zur DV gibt, ist es das erste Mal, dass der Saal bis auf den letzten Platz besetzt sein wird. Es haben sich so viele Leute angemeldet, dass die Veranstaltung sogar in einen zusätzlichen Raum übertragen wird. Das grosse Interesse liegt wahrscheinlich daran, dass drei Gemeinden gemeinsam einladen und die DV an einem Sonntag stattfindet. Sicherlich spielt auch die Attraktivität des Ehren- und Hauptgastes Bundesrat Cassis eine ganz wichtige Rolle.

Wichtige Persönlichkeiten aus der Zürcher Politik und natürlich der Bundesrat werden als Rednerinnen und Redner auftreten. Welche Bedeutung hat das für den SIG und die Schweizer Juden?

Ihre Präsenz zeigt, dass wir als religiöse Minderheit in diesem Land akzeptiert sind und dass man uns respektiert. Man zollt uns Respekt! Zudem werden zahlreiche Regierungsräte, National- und Ständeräte sowie Botschafter im Publikum sitzen, das ehrt und freut uns.

Auf was freuen Sie sich an diesem Abend ganz besonders?

Ich freue mich sehr auf die musikalischen Einschübe des Zürcher Synagogenchors und natürlich auf die Rede und das Gespräch mit Bundesrat Cassis. Ich bin überwältigt, dass wir so viele Gäste begrüssen dürfen. Ich bin mir sicher, dass wir alle einen sehr kurzweiligen und spannenden Abend verbringen werden. Wäre ich nicht SIG-Generalsekretär und damit ein «Berufsgast», für diesen Anlass hätte ich mich garantiert auch privat angemeldet.

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