Ralph Lewin ist neuer SIG-Präsident

Ralph Lewin wurde an der 115. Delegiertenversammlung des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds SIG zum neuen Präsidenten des Verbands gewählt. Im Rahmen der Gesamterneuerungswahlen im Kursaal in Bern konnte der 67-jähirge Basler eine Mehrheit der Delegierten überzeugen und tritt damit die Nachfolge von Herbert Winter an. Lewin, der das Amt per sofort antritt, will die Aussenwahrnehmung der jüdischen Gemeinschaft in Öffentlichkeit und Politik weiter stärken.

In der 116-jährigen SIG-Geschichte kandidierten zum ersten Mal zwei Kandidaten für das Verbandspräsidium. Mit Ralph Lewin und Ralph Friedländer konnte die Wahlvorbereitungskommission des SIG ausgezeichnete Kandidaturen präsentieren. Im ersten Wahlgang sprachen sich die anwesenden 88 Delegierten mit 45 zu 40 Stimmen bei zwei nicht abgegeben und einer ungültigen Stimme für Lewin aus. Das Mitglied der Israelitischen Gemeinde Basel IGB wird somit Herbert Winter nach zwölf Jahren im Amt als SIG-Präsident ablösen und zukünftig die Geschicke des Dachverbands lenken. Ralph Friedländer gratulierte Lewin herzlich zum Sieg und stellte sich daraufhin zur Wahl in die Geschäftsleitung.

Eine Führungspersönlichkeit mit Erfahrung

Mit Ralph Lewin erhält der SIG einen erfahrenen, verhandlungsgewandten und führungsstarken Präsidenten. Lewin, 67 Jahre alt, nimmt seit vielen Jahren unterschiedliche leitende und strategische Führungspositionen wahr. Insbesondere gehörte er von 1997 bis 2008 der Regierung des Kantons Basel-Stadt an und führte das Wirtschafts- und Sozialdepartement. Der promovierte Nationalökonom engagierte sich nach seiner Regierungsratszeit schwerpunktmässig in Verwaltungsräten und Verbänden. Heute präsidiert Lewin unter anderem den Tarifverbund Nordwestschweiz und ist Mitglied des Bankrats der Basler Kantonalbank. Lewin ist verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und lebt in Basel. Nach seiner Wahl bedankte er sich für das Vertrauen der Delegierten und lässt sich zitieren: «Die Aussenwahrnehmung der jüdischen Gemeinschaft muss weiter gestärkt werden, das will ich engagiert angehen.» Der SIG werde seinen Blick aber genauso nach innen richten die Bedürfnisse der Gemeinden fokussiert in den Blick nehmen und in seine Arbeit einfliessen lassen.

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