Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust

Der 27. Januar ist der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Der SIG gedenkt den Opfern sowie den Überlebenden. Den wenigen noch lebenden Zeitzeugen gilt es jetzt zuzuhören und ihr Erlebtes festzuhalten. Denn schon in naher Zukunft werden diese Erfahrungen nicht mehr aus erster Hand erzählt werden können.

Jedes Jahr am 27. Januar, dem Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, gedenken wir allen, die der Ideologie der Nationalsozialisten zum Opfer gefallen sind. Das Datum wurde auf den Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau festgelegt. Der Ort und sogar nur schon das Wort «Auschwitz» ist heute sowohl für die Verbrechen der Nationalsozialisten als auch für das unermessliche Leid der Opfer stellvertretend geworden. Als am 27. Januar 1945 das grösste Konzentrationslager seiner Art befreit wurde, war das Ausmass des Grauens schier unmöglich zu begreifen. 76 Jahre später wird den Opfern und Überlebenden gedacht, gleichermassen betroffen wie damals.

Die Erinnerung aufrechterhalten und weitergeben

Zum 76. Mal jährt sich dieser Tag der Befreiung. Fast ein Menschenleben liegen die Verbrechen und Gräueltaten der Nationalsozialisten nun zurück. Nur wenige der überlebenden Menschen sind noch unter uns und können von ihrem Erlebten berichten. Auch wenn Ihre Erinnerungen immer weiter zurückliegen, bleiben die Erzählungen der Betroffenen eine der eindrucksvollsten Quellen. In wenigen Jahren werden jedoch auch die letzten wertvollen und geschätzten Zeitzeugen nicht mehr hier sein. Umso wichtiger ist es darum aktiv an den Holocaust zu gedenken, so dass er niemals in Vergessenheit gerät oder relativiert werden kann. Insbesondere die Vermittlung des Themas an Schulen und Jugendlichen trägt zur nachhaltigen Erinnerungskultur bei, die dem SIG ein zentrales Anliegen ist. So soll der Holocaust auch noch vielen zukünftigen Generationen stets in Erinnerung rufen, was Antisemitismus, die systematische Diskriminierung und Ausgrenzung von Anderen für katastrophale Folgen haben können.