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Newsmail 127 - 28. September 2016

Aktuelles

Trauer um Shimon Peres

Der SIG trauert um Shimon Peres. Der frühere israelische Staatspräsident war ein grosses Vorbild. Sein Tod ist nicht nur für die jüdische Welt ein grosser Verlust. Shimon Peres setzte sich während Jahrzehnten für einen Frieden in Nahost ein. Für seine Bemühungen erhielt er 1994 zusammen mit Palästinenserpräsident Jassir Arafat und dem damaligen israelischen Ministerpräsidenten Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis.

„Shimon Peres hat sich bis zuletzt für eine bessere, friedlichere und menschlichere Welt engagiert“, so SIG-Präsident Herbert Winter. „Er war eine enorm inspirierende Persönlichkeit und ein grosser Staatsmann. Wir werden ihm immer ein ehrendes Andenken bewahren.“


SIG-Präsident Herbert Winter zum neuen Jahr

Trotz anhaltender Kriegswirren in Nahost und Terror in Europa hatten wir im jüdischen Jahr 5776 auch Grund zum Feiern: Wir zelebrieren hierzulande bekanntlich aktuell 150 Jahre Gleichberechtigung. Wir feiern jedoch nicht nur die Volksabstimmung von 1866, die zur Gleichberechtigung führte. Vielmehr feiern wir auch die heutige Schweiz. Wer sein Land mitgestalten will, hat hier die Möglichkeit dazu – unabhängig von Religion und Herkunft. Was nicht heissen soll, dass alles perfekt ist: So fordern wir etwa nach wie vor mehr staatliche Unterstützung beim Thema Sicherheit.

Die aktuellen Migrationsbewegungen Richtung Europa beschäftigten im vergangenen Jahr auch uns Juden. Viele von uns fürchten, dass mit manchen Migranten auch mehr Antisemitismus nach Europa komme. Ich kann diese Sorgen teilweise verstehen. Es gibt tatsächlich Länder, in denen die Menschen den Hass auf die Juden schon als Kinder eingeimpft kriegen. Wer aber hier Schutz sucht, muss akzeptieren, dass Antisemitismus in unserem Land nicht akzeptiert wird. Dennoch: Vergessen wir nicht, dass wir von Menschen sprechen, die vor Armut oder gar Krieg geflohen sind! Gerade wir Schweizer Juden sind der beste Beweis, dass Einwanderung keineswegs nur Probleme mit sich bringt, sondern die Gesellschaft auch bereichern kann. Migration, Vertreibung und Flucht sind bekanntlich Teil der jüdischen Geschichte und Identität. Diese Erfahrung können wir heute auch positiv nutzbar machen: Zeigen wir den Migranten und der Gesellschaft, wie Integration gelingen kann. Wir können und sollten Vorbild sein für andere Minderheiten und für Migranten.

Gehen wir also optimistisch ins neue Jahr, lassen wir uns nicht von Ängsten, sondern von der Hoffnung leiten.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen im Namen des SIG ein friedliches, süsses neues Jahr. Schana Towa!

Herbert Winter, Präsident SIG


Daniel Frank ist neuer Präsident des Centralcomités

Daniel Frank, Präsident der Jüdischen Gemeinde Biel, ist am 22. September zum neuen Präsidenten des Centralcomités (CC) gewählt worden. Frank war vorher bereits seit 2012 Vizepräsident des CC.

Der 46-jährige Jurist arbeitet beim Bund. Zur Vizepräsidentin des CC wurde Shella Kertesz von der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich gewählt.


SIG kritisiert Vorschlag zur Wiederwahl von Jean Ziegler in den Beratenden Ausschuss des UN-Menschenrechtsrates

Der SIG hat in einem Brief an Aussenminister Didier Burkhalter kritisiert, dass die Schweiz erneut Jean Ziegler zur Wahl in den Beratenden Ausschuss des UN-Menschenrechtsrates vorgeschlagen hat:

„Jean Ziegler (…) unternahm nichts in zahlreichen Regionen, in denen es gravierende Menschenrechtsverletzungen gab, und konzentrierte seine Vorwürfe und Berichte auf jene Länder, die ihm politisch nicht entsprachen, darunter die Vereinigten Staaten und immer wieder Israel.“

Im seinem Brief fordert der SIG, die Unterstützung von Jean Ziegler zurückzuziehen und ihn durch einen anderen Schweizer Kandidaten zu ersetzen.

Zum Brief


Unsere Wanderausstellung kommt an die Universität Luzern

Am 5. Oktober findet die öffentliche Vernissage der Wanderausstellung zu „150 Jahre Gleichberechtigung Schweizer Juden“ in Luzern statt. Danach ist die Ausstellung bis Ende Oktober im Foyer der Universität zu sehen.

Zum Programm

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