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Newsmail 123 - 06. Juli 2016

Aktuelles

Trauer über den Tod von Elie Wiesel

Der Autor und Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel ist am 2. Juli 87-jährig in New York gestorben. Wiesel hat die NS-Konzentrationslager Auschwitz und Buchenwald überlebt und sich Zeit seines Lebens für eine Welt ohne Rassismus und Antisemitismus eingesetzt. Sein eigenes Schicksal verstand er als Verpflichtung, sich für Gerechtigkeit einzusetzen - für eine Welt ein, in der die verschiedenen Ethnien und Religionen einander mit Respekt begegnen. Elie Wiesel hielt mit seinem Werk das Gedenken an die Shoa lebendig. Er war ein grosses Vorbild, sein Tod bedeutet einen enormen Verlust.


SIG und Zentralrat der Juden in Deutschland verstärken Zusammenarbeit

Der Schweizerische Israelitische Gemeindebund (SIG) und der Zentralrat der Juden in Deutschland wollen an ihre erfolgreiche Kooperation der vergangenen Jahre anknüpfen und diese vertiefen.

Herbert Winter und Josef Schuster, die Präsidenten der beiden Dachverbände, vereinbarten vor zwei Wochen in Frankfurt am Main gemeinsame Projekte sowie einen intensiven Austausch zu verschiedenen Themenbereichen.

Vor allem auf dem Gebiet der Jugend- und Bildungsarbeit sowie in den Bereichen Leadership und Sicherheit ist eine verstärkte Kooperation geplant. Einig waren sich die Präsidenten, dass das erfolgreiche Projekt für Nachwuchs-Führungskräfte, „Next Step“ fortgesetzt werden soll. Die „Next Step“-Seminarreihe hatte 2015 erstmals stattgefunden und wird vom SIG, dem Zentralrat der Juden in Deutschland und vom Bundesverband der Israelitischen Kultusgemeinden Österreichs organisiert.

Im Anschluss an das Treffen, an dem auch der SIG-Generalsekretär Jonathan Kreutner und der Zentralrats-Geschäftsführer Daniel Botmann teilnahmen, sagte Herbert Winter: „Die Kooperation in der Jugend- und Bildungsarbeit war in den letzten Jahren sehr erfolgreich. Ein Beispiel ist das Ethik-Lehrbuch für Schulen, das wir zusammen veröffentlicht haben.“ Wichtig sei, dass man gemeinsam den Nachwuchs fördere, damit dieser Verantwortung übernehme in der jüdischen Gemeinschaft und in der Gesellschaft: „ Das „Next Step“-Projekt liegt mir daher besonders am Herzen“, so Winter. „Ich bin überzeugt, dass der SIG und der Zentralrat in Zukunft auch in anderen Bereichen noch viel voneinander lernen und Synergien nutzen können. Gerade im Sicherheitsbereich erhoffe ich mir viel von der verstärkten Zusammenarbeit.“

Josef Schuster vom Zentralrat ergänzte: „Die jüdische Gemeinschaft in Deutschland und in der Schweiz steht in vielen Bereichen vor den gleichen Herausforderungen. Wir möchten unsere Gemeinden stärken und ihr Wachstum fördern. Daher gilt für beide Länder: Jüdisches Leben muss sich frei und in Sicherheit entfalten können.“ Angesichts der Bedrohungen durch den internationalen Terrorismus und den wachsenden Antisemitismus sei dies sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz leider nicht selbstverständlich, so Schuster. Daher wolle man auf vielen Gebieten die Kräfte bündeln.

Berichte

Gesprächsveranstaltung über Raubkunst mit Herbert Winter im Kunstmuseum Bern

Im Rahmen der Ausstellung „Moderne Meister. Entartete Kunst im Kunstmuseum Bern“ sprach Herbert Winter am 3. Juli im Berner Kunstmuseum mit dem Kunsthistoriker Andreas Meier. Raubkunst war das Hauptthema des öffentlichen Gesprächs, das viele Kunstinteressierte und Museumsbesucher in das Kunstmuseum lockte. Winter attestierte dem Museum eine hohe Sensibilität im Umgang mit Raubkunst. In Bern werde der Provenienzforschung eine hohe Bedeutung eingeräumt. Dies betreffe nicht nur die Gurlitt-Sammlung, die das Berner Kunstmuseum erhalten wird, sobald dessen Erbenstellung gerichtlich bestätigt werde, sondern auch die bestehende Sammlung, so Winter. Er hoffe, dass das Kunstmuseum Bern in Sachen Umgang mit Raubkunst als Vorbild für andere Museen, aber auch für private Sammler in der Schweiz diene.


Ready2Meet: Akustikkonzert in Zürich

Ein spezieller Ready2meet-Anlass ging im Juni in Zürich über die Bühne: Wer sich angemeldet hatte, erhielt erst einen Tag vor dem Event die Information, wo dieser stattfindet. In der speziellen Location – einer grossen Wohnung – spielte dann die aufstrebende Zürcher Band „Gloria Amelia“ ein akustisches Überraschungskonzert in intimem Rahmen. Die Besucher waren begeistert vom Format des Anlasses und von der charismatischen Stimme der Sängerin.

Impressionen vom Konzert


Ausstellung „150 Jahre Gleichberechtigung“ geht ins Tessin

Die Wanderausstellung „150 Jahre Gleichberechtigung Schweizer Juden“ ist voraussichtlich im Frühjahr 2017 auch im Tessin zu sehen. Geplant sind bisher Stationen in Bellinzona und in Lugano. Ende Juni hat eine SIG-Delegation vor Ort mit Verantwortlichen der beiden Städte Gespräche geführt und erste Schritte aufgegleist. Aktuell ist die Ausstellung noch im Jüdischen Museum Basel zu sehen, am 18. August ist die Eröffnung der Ausstellung im Nationalmuseum in Prangins.

Informationen zur Ausstellung


Der SIG wünscht einen schönen Sommer

Das Newsmail macht Sommerpause und ist Ende August wieder zurück. Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern einen schönen Sommer!

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