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Newsmail 122 - 08. Juni 2016

Aktuelles

Jung und jüdisch in der Schweiz – 150 Jahre nach der Gleichberechtigung

Jung und jüdisch in der Schweiz: Wie fühlt sich das an, 150 Jahre nach der Gleichberechtigung? Das hat Dalia Grinfeld während ihres SIG-Praktikums zehn Jugendliche gefragt. Entstanden sind so zehn unterhaltsame Videos, in denen jüdische Jugendliche über ihre Träume, ihre Pläne, ihr Judentum und über ihr Verhältnis zur Schweiz erzählen. Den Auftakt zur Videoserie macht der 15-jährige Gil: Er liebt die Schweizerischen Skipisten und möchte Akademiker werden.

Zum Video


SIG kritisiert den Händedruck-Zwang

Seit Wochen wird in der Schweiz der Fall von zwei muslimischen Jugendlichen diskutiert, die ihrer Lehrerin aus religiösen Gründen die Hand nicht geben wollen. Laut einem neuen Gutachten kann die Verweigerung eines Händedrucks mit einer Busse sanktioniert werden. Auf Anfrage der „Schweiz am Sonntag“ nahm SIG-Generalsekretär Jonathan Kreutner zu der neuen Entwicklung Stellung: «Wir sind der Meinung, dass Schüler in der öffentlichen Schule ihren Lehrern die Hand geben sollten. Aber ein Händedruck-Zwang und die Androhung von Sanktionen sind nicht der richtige Weg. Entscheidend ist, dass Schüler und Lehrer respektvoll miteinander umgehen.» Religiöse Fragen solle man nicht mit neuen Gesetzen, sondern mit gesundem Menschenverstand lösen, sagt Kreutner.

Artikel Schweiz am Sonntag


BDS-Aktion in einem Coop

Die BDS-Bewegung ist in der Schweiz relativ klein, sorgt aber gelegentlich trotzdem für Schlagzeilen: Nachdem BDS-Sympathisanten in einem Coop ein paar Kartoffelpackungen mit „Boykott-Israel“-Klebern versehen hatten, gab es empörte Reaktionen und schlussendlich einen Artikel in der Gratiszeitung 20 Minuten.

Der SIG findet die Ziele und Methoden der BDS-Bewegung inakzeptabel und hat das schon mehrfach öffentlich erklärt. Die Bewegung provoziert mit Aktionen wie im Coop und profitiert von der damit einhergehenden Aufmerksamkeit – das ist ihre Strategie. Da der SIG diesen Israelfeinden keine Bühne bieten will, kommentiert er gegenüber den Medien nicht jede gezielte BDS-Provokation.


IHRA übernimmt EUMC-Antisemitismus-Definition

Die International Holocaust Remembrance Alliance IHRA hat letzte Woche eine Antisemitismus-Definition übernommen, die beinahe identisch ist mit der so genannten „EUMC-Arbeitsdefinition“. Der SIG begrüsst dies und arbeitet selbst seit Jahren mit derselben Definition. Der Vorteil der EUMC-Definition besteht darin, dass diese sehr umfassend ist und auch die Grenzen von Israelkritik und Antisemitismus klärt.

Medienmitteilung IHRA

EUMC-Antisemitismusdefiniton

Berichte

Podium: Integration als Weg zur politischen Anerkennung

Ist eine gute Integration der Weg zur politischen Anerkennung von Minderheiten? Diese Frage diskutierten an einem Podium in Zürich unter anderem der katholische Abt Urban Federer, der jüdische Rechtsanwalt Jedidiah Bollag und der muslimische Historiker Cebrail Terlemez. Mit Regierungspräsident Mario Fehr war auch die Politik vertreten, ebenfalls dabei war Nicole Poëll von der Plattform der Liberalen Juden der Schweiz PLJS.

Trotz all der unterschiedlichen Hintergründe war man sich einig, dass Integration viel Zeit braucht – ebenso wie der Prozess zur politischen Anerkennung.

Der Anlass, organisiert von der PLJS, fand im Rahmen der SIG-Ausstellung „150 Jahre Gleichberechtigung Schweizer Juden“ statt, die bis Ende letzter Woche an der Universität Zürich zu sehen war. Aktuell gastiert die Ausstellung im Jüdischen Museum Basel, ab August im Schweizer Nationalmuseum in Prangins.

Infos zur Ausstellung


Flüchtlingssonntag

Hiobsbotschaften: diesen Titel trägt der Aufruf der christlichen Kirchen und der jüdischen Gemeinschaft zum Flüchtlingssonntag und Flüchtlingssabbat vom 18. und 19. Juni. Der Titel wurde gewählt, da im Zusammenhang mit Flüchtlingen fast tagtäglich Hiobsbotschaften verkündet werden. Die Gewalt in den Ländern, aus denen die Menschen flüchten, erinnert an Hiob. Auch die Schweiz steht im Zusammenhang mit dem Flüchtlingsstrom vor Herausforderungen. Die religiösen Gemeinschaften betonen im Aufruf, dass die humanitäre Tradition und die Menschlichkeit gewahrt werden müsse - unabhängig vom politischen Status der Flüchtlinge.

Zum Aufruf


Likrat Romandie an interkulturellem Postenlauf

Ende Mai fand in Genf ein interkultureller und interreligiöser Postenlauf statt. Die Teilnehmenden lernten in 17 Etappen die unterschiedlichsten Kulturen und Religionen kennen. Likratinos und Likratinas aus der Romandie gestalteten die Posten zum Thema Judentum. Anhand von Gegenständen aus dem jüdischen Leben brachten sie den über 300 Teilnehmenden das Judentum näher. Zudem standen sie Rede und Antwort für alle Fragen rund um das Judentum.

Kontakt

Schweizerischer Israelitischer Gemeindebund SIG
Gotthardstrasse 65
Postfach
8027 Zürich

T +41 (0)43 305 07 77
F +41 (0)43 305 07 66

Medienstelle:
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Website

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