Falls der Newsletter nicht korrekt dargestellt wird, klicken Sie bitte hier.

Newsmail 115 - 10. Februar 2016

Aktuelles

Nein zur Durchsetzungsinitiative!

Am 28. Februar 2016 stimmt die Schweiz über die Durchsetzungsinitiative ab. Die Debatte dazu wird zurzeit hitzig geführt. Der SIG sieht sich verpflichtet, aus jüdischer Sicht zum Thema Stellung zu beziehen. Die oft als selbstverständlich wahrgenommenen Werte Gerechtigkeit, Demokratie und Freiheit werden mit der Durchsetzungsinitiative angegriffen. Diesen Angriff gilt es mit einem entschlossenen Nein an der Urne zu kontern.

Nachdem der SIG seine Position bereits am 25. Januar in einer Medienmitteilung veröffentlicht hat, richtete sich SIG-Präsident Herbert in einem eindringlichen Appell im Tachles an die jüdische Gemeinschaft:

«Eine Demokratie, die Menschenrechte und Völkerrecht nicht achtet, ist eine Volksdiktatur. Wohin eine Diktatur führen kann, hat die Geschichte uns Juden aufs Schmerzlichste gelehrt», so Herbert Winter im Tachles. «Wenn der Rechtsstaat und die Menschenrechte geschwächt werden, wenn der Druck auf die vermeintlich Fremden oder Minderheiten zunimmt, werden auch wir früher oder später darunter zu leiden haben.»

Die Juden der Schweiz können in dieser wichtigen Abstimmung einen Unterschied machen. Daher ist es wichtig, dass möglichst viele Schweizer Juden zu der Schwächung des Rechtsstaates und der Menschenrechte Nein sagen am 28. Februar.

» Zum Tachles Artikel

» Zur SIG-Medienmitteilung


Vortrag: Lost Art - Lost Justice?

«Es geht um die Moral, nicht um Gerechtigkeit. Es gibt keine Gerechtigkeit für jemanden, der alles verloren hat.» Ronald Lauder ging Anfangs Februar im Kunsthaus Zürich hart ins Gericht mit der Geschichte der Schweiz und dem Umgang mit Raubkunst hierzulande. Über 200 Personen lauschten dem Vortrag des Präsidenten des World Jewish Congress. Die Zukunft biete die Möglichkeit, die alten Fehler zumindest teilweise zu korrigieren, sagte Lauder: «Die Schweiz hat nun die Chance, den Goldstandard für faire und gerechte Lösungen für gestohlene Kunst zu setzen.»

Der Abend wurde von SIG Präsident Herbert Winter eröffnet, welcher in vielen Punkten mit Lauder einig war, jedoch die Übernahme der Gurlitt-Sammlung durch das Berner Kunstmuseum anders als Lauder positiv beurteilte. Es stimme ihn sehr optimistisch, dass das Bundesamt für Kultur für die Provenienzforschung in den nächsten fünf Jahren zwei Millionen Franken bereitstellen wird, so Winter. Diese Forschung sei sehr wichtig: «Auch wenn teilweise keine rechtliche Verpflichtung besteht, dann ganz sicher eine moralische. Eine moralische Pflicht, dem ehemaligen Besitzer oder seinen Nachkommen Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.»

» Zum Interview mit Ronald Lauder in der NZZ

» Zur Rede von Herbert Winter

» Zur Rede von Ronald Lauder


150 Jahre Gleichberechtigung: eine animierte Geschichte

Screenshot des Animationsfilms

Die Geschichte der Schweizer Juden in drei Minuten auf spannende Art erzählt: Dies schafft der animierte Film, den der SIG für die Wanderausstellung zu 150 Jahren Gleichberechtigung hat produzieren lassen. Realisiert wurde der Film, der auch auf YouTube zu sehen ist, von der Berner Agentur Pixelfarm.

» Zum Film


Holocaust-Gedenkfeier in Bern

Sabine Simkhovitch-Dreyfus, Christa Markwalder, Yigal Caspi

Unter dem Patronat von 28 Botschafterinnen und Botschaftern wurde am 27. Januar 2016 zu einer Holocaust-Gedenkfeier in Bern geladen. Eine Delegation des SIG, angeführt von Vizepräsidentin Sabine Simkhovitch-Dreyfus, war ebenfalls anwesend und traf unter anderem die Nationalratspräsidentin Christa Markwalder und den israelischen Botschafter Yigal Caspi.


Generalversammlung des European Jewish Congress

Ende Januar wurde an der Generalversammlung des European Jewish Congress (EJC) Moshe Kantor zum dritten Mal zum Präsidenten gewählt. Herbert Winter wurde wieder in das Executive Committee des EJC gewählt. Alle Delegierten des EJC nahmen zudem an einer Holocaust-Gedenkfeier im EU-Parlament teil.

Ankündigungen

Bern: Podium Migration als Chance

Am Mittwoch 24. Februar 2016 findet im Rahmen der Ausstellung «Schweizer Juden - 150 Jahre Gleichberechtigung» eine Podiumsdiskussion zum Thema Migration als Chance statt. Am Podium werden SIG Präsident Herbert Winter, Mustafa Memeti, Imam und Leiter Muslimischer Verein Bern, sowie Regula Rytz, Nationalrätin und Co-Präsidentin der Grüne Partei Schweiz teilnehmen.

Ort: Stadtsaal Kornhausforum (1. Obergeschoss), Kornhausplatz 18, Bern

Zeit: 19.00 Uhr

Freier Eintritt

» Mehr Informationen zur Veranstaltung


Integrationsprojekt «better together»

Im Februar startet der Verband Schweizerischer Jüdischer Fürsorgen (VSJF) das neue Projekt «better together». Ziel des Projekts ist es, Kindern und jungen Erwachsenen in einem Durchgangszentrum für Asylsuchende eine Freude zu bereiten. In diesem Rahmen werden bis zum Sommer zehn von Freiwilligen begleitete und betreute Ausflüge und Aktivitäten durchgeführt. Auf den ersten drei Ausflügen stehen Bowling, Schlittschuhlaufen und ein Ausflug ins Technorama Winterthur auf dem Programm. Der VSJF sucht noch freiwillige Helferinnen und Helfer, die auf den Ausflügen bei der Betreuung helfen.

» weitere Informationen zum Projekt

Kontakt

Schweizerischer Israelitischer Gemeindebund SIG
Gotthardstrasse 65
Postfach
8027 Zürich

T +41 (0)43 305 07 77
F +41 (0)43 305 07 66

Medienstelle:
T +41 (0)43 305 07 72

Website

Facebook Twitter E-Mail

Falls Sie diesen Newsletter nicht mehr erhalten möchten, klicken Sie bitte hier.
Disclaimer: Für den Inhalt externer Seiten und Artikel sind ausschliesslich die jeweiligen Autoren verantwortlich.

Copyright © 2021 SIG/FSCI | Impressum/Datenschutz

*|REWARDS|*