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Newsmail 113 - 13. Januar 2016

Aktuelles

«Schweizer Juden: 150 Jahre Gleichberechtigung»

Erst mit der Teilrevision der Bundesverfassung von 1866 wurde den Schweizer Juden die Niederlassungsfreiheit und die volle Ausübung der Bürgerrechte gewährt. Am kommenden Sonntag eröffnet der SIG nun die Feierlichkeiten zu 150 Jahren Gleichberechtigung mit einem grossen öffentlichen Kulturfest, das einen aktuellen Überblick über jüdisches Kunstschaffen in der Schweiz bietet.

Sonntag, 17. Januar 2016, 17.30 bis 19.00, Kornhausforum Bern

Freier Eintritt, eine Anmeldung ist nicht nötig.

Bundespräsident Johann Schneider-Ammann wird den Abend mit einer Ansprache eröffnen. Ob das anschliessende Kulturprogramm mit Barock oder mit etwas Zeitgenössischem beginnt, wird sich zeigen: Noëmi Nadelmann, eine der erfolgreichsten Sängerinnen der klassischen Musikszene, hat ihr Können jedenfalls schon in beiden Sparten unter Beweis gestellt. An musikalischer Vielfalt wird es am Festanlass nicht mangeln: Von Jazz, World-Musik bis zur Alphornklängen wird alles geboten. Für weitere Höhepunkte sorgen die Autorin und Slam-Poetin Lea Gottheil sowie das Künstlerduo veli&amos.

Das Kulturfest eröffnet gleichzeitig die Fotoausstellung «150 Jahre Gleichberechtigung». Mit dem Ziel, die Vielfalt des Schweizer Judentums zu beleuchten, werden Porträts von 15 Schweizer Persönlichkeiten ausgestellt, darunter Alt-Bundesrätin Ruth Dreifuss, Moderator Jonathan Schächter und Unterhalter J.P. Love.

Bis am 29. Februar wird die Ausstellung im Kornhausforum in Bern zu sehen sein, bevor sie in der ganzen Schweiz auf Wanderschaft geht.

» Mehr Informationen zur Veranstaltung und der Wanderausstallung


Neuausgabe von «Mein Kampf»

Das Institut für Zeitgeschichte in München veröffentlichte am 8. Januar 2016 eine historisch-kritische Ausgabe von „Mein Kampf“. Die Urheberrechte des Buches waren Ende 2015 erloschen.

Hitlers Kampfschrift ist ein antisemitisches Machwerk, in dem sich seine kriminelle Ideologie manifestiert, die zu der planmässigen Vernichtung der europäischen Juden geführt hat. Deshalb fällt Hitlers Buch natürlich unter die Rassismus-Strafnorm.

Die kritisch kommentierte Ausgabe des Münchner Instituts für Zeitgeschichte trägt jedoch zu einem besseren Verständnis der Geschichte von Nazideutschland beitragen. Sie entlarvt auch die teilweise wirre und beispiellos menschenverachtende Argumentation Hitlers. Damit nützt diese Ausgabe nicht nur Historikern, sondern kann auch eine präventive Funktion haben. Der SIG ist daher nicht gegen die Veröffentlichung dieser Neuausgabe, welche, kritisch kommentiert, auch nicht gegen die Rassismus-Strafnorm verstösst.

SIG-Vizepräsidentin Sabine Simkhovitch-Dreyfus hat im Schweizer Fernsehen zum Thema Stellung genommen.

» zum RTS Interview


Neue Dialogplattformen für Juden und Muslime

Vor einem Jahr haben die beiden jüdischen Dachverbände und die Föderation islamischer Dachorganisationen eine Arbeitsgruppe eingesetzt, welche Dialogplattformen für Juden und Muslimen vorbereiten sollte. Mit den Plattformen soll das gegenseitige Vertrauen gestärkt werden – nicht nur auf Ebene der Dachverbände, sondern auch an der Basis. Zudem soll thematisiert werden, dass Juden und Muslime zwar verschiedene religiöse Sensibilitäten haben, ein friedliches Zusammenleben aber trotzdem gut möglich ist. An einem Treffen letzte Woche wurden eine erste Bilanz der bisherigen Gespräche gezogen und konkrete Pläne geschmiedet. Erste gemeinsame Aktivitäten findet – wenn alles gut läuft – bereits im kommenden Frühling statt.

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