Antisemitismus

Antisemitismus (auch Judenfeindlichkeit) bezeichnet eine pauschale Ablehnung der Juden und des Judentums. Er manifestiert sich insbesondere in Gesinnung, Ideologie und Symbolen und kann zu Handlungen sozialer oder gesetzlicher Diskriminierung sowie verschiedenen Formen von Gewalt führen. 

Weiterführende Informationen

Reaktionen des SIG gegen Antisemitismus und Holocaustverharmlosung in der Presse

SIG Factsheets zum Thema

Vom Antijudaismus zum Antisemitismus

Antisemitismus ist seit über 2000 Jahren bekannt und hat besonders die Geschichte Europas über weite Strecken begleitet. Schon in der Antike wurde das Judentum als Bedrohung der Vielgötterei gesehen und vom römischen Reich verfolgt. Später wurde religiöse Judenfeindschaft aus christlicher Warte unter anderem mit der Schuld am Tod von Jesus begründet. Dies führte zu Zwangstaufen, Vertreibungen und Pogromen. Die in der Religion verankerten Wurzeln des Antisemitismus haben wesentlich zur Erhaltung von Stereotypen des Judenhasses beigetragen.

Auch nach Zweitem Weltkrieg noch nicht überwunden

Die radikalste Form des Antisemitismus war der Holocaust, dessen erklärtes Ziel die physische Beseitigung aller Juden war und der zur systematischen Ermordung von sechs Millionen Juden führte. Der Antisemitismus ist jedoch seit Ende des Zweiten Weltkrieges keineswegs überwunden, sondern besteht als latente, in Krisenzeiten aktivierbare Strömung weiter und hat sich in letzter Zeit eher wieder verstärkt.

Antisemitismus und Judenhass kennen verschiedene Ausprägungen. So wird etwa der Holocaust geleugnet oder mit einer rassistischen Ideologie sowie Stereotypen über die Juden gerechtfertigt. Den Juden wird das Recht auf Selbstbestimmung oder einen eigenen Staat abgesprochen. Die Juden werden allgemein für die Handlungen und die Politik Israels verantwortlich gemacht, und es werden an Israel andere Ansprüche gestellt als an andere Staaten.

Unterschiedliche Formen von Judenfeindlichkeit

Allgemeine Judenfeindlichkeit kann sich heute im öffentlichen Leben, auf der Strasse, in den Medien, in elektronischen Kommunikationsmitteln, in der Schule, am Arbeitsplatz und im religiösen Bereich ausdrücken. Auch antisemitisches Gedankengut ist in der Schweiz weiterhin vorhanden und manifestiert sich gelegentlich. Studien zeigen, dass der Antisemitismus sich an Vorurteilen und Klischees nährt und gerade auch dort präsent ist, wo gar keine Juden leben. 

Pressemitteilungen

Mittwoch, 25. Aug 2010

Herbert Winter wird neuer Vorsitzender des Schweizerischen Rates der Religionen

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Likrat: Begegnungen mit dem Judentum

Der Trailer zum Film über Likrat: Begegnungen mit dem Judentum ist abrufbar.

Zum Film

Buch aus der SIG-Schriftenreihe unter den Top Ten

Noemi Sibold ist mit ihrem Buch "Bewegte Zeiten. Zur Geschichte der Juden in Basel, 1930er bis 1950er Jahre" aus der SIG-Schriftenreihe in den Top Ten der Basler Zeitung.

Das Buch in der Presse