Dialog mit Religionen

Der Dialog mit den Religionen ermöglicht das Kennenlernen verschiedener Religionsgemeinschaften und fördert das Zusammenleben untereinander. Er hilft, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu erkennen, Vorurteile abzubauen und sich gegenseitig mit Respekt zu begegnen.

Gegenseitiger Respekt und die Achtung gegenüber anderen Religionen und Andersdenkenden sind tief empfundene Werte, für die der SIG einsteht. Der Dialog mit anderen Religionen ist die nachhaltigste und wirksamste Antwort auf Unsicherheit, Spannungen und Antisemitismus. Deshalb ist der interreligiöse Dialog für den SIG von grosser Bedeutung.

Der SIG führt regelmässige informelle Kontakte mit Vertretern verschiedener Religionsgemeinschaften. Auch engagiert er sich in einer Reihe interreligiöser Gremien, in denen theologische Diskurse geführt werden und an gemeinsamen politischen Stellungnahmen gearbeitet wird, welche den Religionsfrieden und die Religionsfreiheit unterstützen.

Der SIG aktiv in interreligiösen Gremien

Schweizerischer Rat der Religionen (SCR)

Im Rat der Religionen sind Vertreter der Schweizerischen Bischofskonferenz (SBK), des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK), der Koordination Islamischer Organisationen Schweiz (KIOS), der Föderation Islamischer Dachorganisationen in der Schweiz (FIDS), des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel, Metropolie der Schweiz, der Christkatholischen Kirche der Schweiz und des SIG. Die jüdische Religionsgemeinschaft wird durch den Präsidenten des SIG, Herbert Winter, repräsentiert. Der SCR hat zum Ziel, einen Beitrag zum religiösen Frieden der Schweiz zu leisten sowie das Vertrauen zwischen den Religionsgemeinschaften und den Dialog zu aktuellen religionspolitischen Fragestellungen zu fördern.

Jüdisch/Römisch-katholische Gesprächskommission (JRGK) und Evangelisch-Jüdische Gesprächskommission (EJGK)

Die Dialogkommissionen EJGK (Evangelisch-jüdische Gesprächskommission) sowie die JRGK (Jüdisch/Römisch-katholische Gesprächskommission) wurden 1987 in gemeinsamer Absprache zwischen dem SIG und dem SEK (Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund) beziehungsweise der SBK (Schweizer Bischofskonferenz) ins Leben gerufen.

Der Auftrag der (paritätisch zusammengesetzten) Kommissionen besteht darin, die gegenseitige Achtung von Christen und Juden zu fördern und eine Kultur der Verlässlichkeit anzustreben. Die Kommissionen behandeln geistig-kulturelle, ethische, existentielle Themen und suchen nach konsensfähigen Grundlagen, auf denen der SIG, der SEK und die SBK gemeinsam für eine Gesellschaft in Frieden und Gerechtigkeit einstehen können. Der SIG nominiert die jüdischen Mitglieder dieser Kommissionen, die ad personam darin Einsitz haben und ihre eigene Meinung kundtun.

Ein Meilenstein im jüdisch-christlichen Dialog der Schweiz

In gegenseitiger Achtung auf dem Weg
Wegleitung zum Tag des Judentums

Kontakt

Schweizerischer Israelitischer Gemeindebund (SIG)
Gotthardstrasse 65
Postfach 2105
8027 Zürich

T +41 (0)43 305 07 77
F +41 (0)43 305 07 66

Medienstelle:
T +41 (0)43 305 07 72

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