Next Step

Management, Führung und Leadership sind nur einige der Themen, welche an den Next Step Seminaren behandelt werden. Da die Seminare in den letzten Jahren ein riesen Erfolg waren, planen Marat Schlafstein, Benjamin Gilkarov und Jonathan Schoppig bereits die dritte Durchführung. Next Step richtet sich an junge Erwachsene aus Deutschland, Österreich und der Schweiz und fördert gezielt ihre Management- und Leadership-Qualitäten. Das Programm ist eine Kooperation des Zentralrats der Juden in Deutschland, des Bundesverbandes der Kultusgemeinden Österreichs und des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes.

Am 17. April 2018 trafen sich die Next Step Verantwortlichen Benjamin Gilkarov (Österreich), Jonathan Schoppig (Schweiz) und Marat Schlafstein (Deutschland) in Zürich und planten gemeinsam die dritte Durchführung des Projekts. Wie bereits die letzten beiden Male werden die Teilnehmer vom Wissen interessanter Gastredner profitieren und sich mit anderen jungen Erwachsenen aus dem deutschsprachigen Raum austauschen können.

SIG: Das Projekt Next Step wird schon bald zum dritten Mal durchgeführt. Was macht Next Step so erfolgreich?

Benjamin: Next Step ist ein einzigartiges Projekt. Etwas in dieser Art gab es im deutschsprachigen Raum bis dahin noch nicht und es hat so viele erfreuliche Nebenwirkungen. Wir bilden nicht nur jüdische Menschen in ihrem professionellen Auftreten weiter, sondern schaffen auch in Netzwerk. Für die Gemeinden gestaltet es eine Möglichkeit, Menschen in einem Alter, in dem sie sich vielleicht nicht so zugehörig zur jüdischen Gemeinde und zum jüdischen Leben fühlen, einen neuen Anknüpfungspunkt zu finden.

Marat: Ich glaube auch, dass gerade dieses Internationale, dass drei Länder miteinander kooperieren, etwas Neues ist, was die jungen Leute ansprechend finden. Dazu kommt, dass Interessierte nun auch auf die Erfahrungsberichte ehemaliger Teilnehmer zurückgreifen können und so hat sich unser Projekt herumgesprochen.

SIG: Weshalb liegt Euch die Förderung der Zusammenarbeit jungen Erwachsenen aus dem deutschsprachigen Raum so am Herzen?

Benjamin: Zusammenarbeit über die Landesgrenzen hinweg macht viel Sinn. Nicht nur bei Next Step. Likrat macht mit dem Likrat International Seminar auch schon den ersten Schritt in diese Richtung. Es ist vernünftig hier Synergien zu schöpfen, denn wir alle haben ähnliche Herausforderungen in unseren Gemeinden. Deshalb ist es hilfreich sich hier zusammen zu tun.

Marat: Ich glaube auch, es können alle nur profitieren, wenn man partnerschaftlich zusammenarbeitet. Europa wächst zusammen und wir wollen und müssen da mithalten. Deswegen ist es sinnvoll, dass man in immer mehr Bereichen kooperiert, sich abstimmt und zusammensteht.

SIG: In welchen Situationen können die Teilnehmer von ihrem Wissen aus Next Step profitieren?

Benjamin: Hoffentlich beim nächsten Gemeinde-Projekt, bei dem sie sich engagieren. Erfahrungsmässig sehen wir, dass viele Teilnehmer das Erlernte in ihrer Gemeinde auch umsetzen. Dazu würde es uns umso mehr freuen, wenn wir ihnen in ihrer persönlichen Karriere weiterhelfen könnten.

Marat: Der Aspekt des Netzwerks ist nicht zu unterschätzen. Die Teilnehmer jedes Jahrganges lernen 30 Leute aus diversen professionellen Bereichen kennen, davon 20 aus einem anderen Land als sie selbst herkommen. Das ist auch ein wertvoller Schatz, den sie mitnehmen.
Von den Fähigkeiten, die vermittelt werden, nimmt jeder individuell das mit, was er in seinem Bereich am besten gebrauchen kann. Ich glaube, es ist sehr individuell, wer was mitnimmt.

SIG: Was ist der Nutzen von Next Step für die einzelnen jüdischen Gemeinden und die jüdische Bevölkerung?

Marat: Wenn das was wir in die Leute investierten in einer Form wieder an die Gemeinden zurückkommt, konnten wir so den maximalen Nutzen erreichen. Da liegt es aber auch an den Gemeinden und den Dachverbänden ihren Beitrag zu leisten, damit die Leute etwas zurückgeben können.

Benjamin: Ich schliesse mich da an. Zu sehen, dass junge Menschen, die haupt- oder ehrenamtlich in der Gemeinde aktiv sind, sich durch dieses Projekt in ihrer Tätigkeit weiterentwickeln und verbessern können, ist für mich der grösste Nutzen.

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