Joel Basman: «Jüdischer Humor ist in meinen Augen der genialste»

Morgen kommt der Film «Wolkenbruch» ins Kino. Der Film von Michael Steiner nach dem Bestseller von Thomas Meyer «Wolkernbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse» erzählt die Geschichte des jungen Zürcher Juden Motti Wolkenbruch, der immer getan hat, was seine Mame von ihm verlangte. Doch dann trifft Motti an der Uni die «Schickse» Laura und verliebt sich in sie. Nun beginnt für Motti die wunderliche Reise zur Selbstbestimmung, die mit Herzschmerz aber auch mich viel Humor verbunden ist. Joel Basman spielt Motti Wolkenbruch. Wir haben mit dem jungen jüdischen Zürcher über seine Rolle gesprochen.

SIG: Wie fremd oder vertraut ist dir persönlich Motti Wolkenbruchs Welt?

Joel Basman: Da der Film in einem eher streng orthodoxen Umfeld spielt, ist mir diese Welt eher fremd als vertraut.

Wie hast du dich auf deine Rolle als Motti vorbereitet?

Ich habe versucht, in Mottis Welt einzutauchen. Dies ist mir Schritt für Schritt auch ganz gut gelungen. Sicherlich auch dank eines guten Freundes, der chassidischer Jude war, und mir stets unterstützend zur Seite stand.

Denkst du, dies ist dir leichter gefallen als den nicht jüdischen Schauspielern?

Meine Herkunft hat mir ganz bestimmt geholfen. Zusätzlich zum kulturellen Hintergrund kann auch eine gewisse Optik von Vorteil sein. Wäre ich blond und blauäugig, wäre es auch gegangen ¬– jedoch mit mehr Maske ;)

Entspricht die Darstellung der orthodoxen Juden im Film der Realität oder ist sie, fürs Amüsement, etwas gar überzogen und klischiert?

Ich habe von Anfang an klar gestellt, dass ich mich nicht über die orthodoxe jüdische Kultur oder Religion lustig machen will. Jüdischer Humor ist in meinen Augen der genialste und ich finde, dass Selbstironie einen grossen Teil dieses Humors ausmacht. Man darf nicht vergessen, dass der Film einerseits eine Komödie ist und andererseits eine Buchverfilmung. Gewisse Momente sind etwas überspitzt.

Findet Motti am Ende in der Schickse die grosse Liebe oder kehrt er in den Schoss seiner Mame zurück?

Man wejs nischt was wet geshejn.

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Schiker wi lot
Schejnkajt
Masl

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