Antisemitismusbericht 2017: Physische Gewalt und Hetze im Netz

Auch 2017 motivierten antisemitische Einstellungen zur Tat. Das zeigt der neue Antisemitismusbericht des SIG und der GRA. Dreimal wurden jüdische Personen körperlich angegriffen. Insgesamt sind in der Deutschschweiz 39 antisemitische Vorfälle registriert worden; in dieser Zahl sind Einträge im Internet nicht eingeschlossen.

Im Berichtsjahr 2017 wurden in der deutschsprachigen Schweiz 39 antisemitische Vorfälle erfasst. Das sind deutlich mehr als im Vorjahr (25 Fälle). Dabei wurden Einträge im Internet nicht mitgezählt; sie sind jedoch für die Analyse berücksichtigt worden. Die meisten registrierten Vorfälle wurden dem SIG gemeldet oder in den Medien thematisiert.

Antisemitismus geht die ganze Gesellschaft an – nicht nur die jüdische Gemeinschaft. Es ist wichtig, dass möglichst viele Menschen gegen Antisemitismus und Rassismus die Stimme erheben. Einer, der die Stimme laut erhebt, ist der Rapper Knackeboul. Er nimmt pointiert Stellung zu Rassismus, Antisemitismus und Verschwörungstheorien. Mehr als Grund genug, den vielseitigen Künstler für den neuen Antisemitismusbericht zu interviewen.

Zum Bericht www.antisemitismus.ch

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