Rassismus/Antisemitismus im Internet

Internet und soziale Medien sind heute die bevorzugten Träger für Hetzen gegen die Angehörigen bestimmter Bevölkerungsgruppen.

In der online-Anonymität fällt oft die Hemmschwelle für rassistische und diskriminierende Kommentare und die Gruppendynamik führt dazu, dass sich die verschiedenen Beteiligten in ihren Aussagen zu überbieten suchen. Dies zeigte sich beispielsweise im Sommer 2014, als während des Kriegs in Gaza auf Facebook zahlreiche diskriminierende Äusserungen gegenüber Juden bis hin zu Aufrufen zu Gewalt registriert wurden.

Doch: Das Netz ist kein rechtsfreier Raum. Die allermeisten Beiträge auf Internet und auf den sozialen Medien sind öffentlich und die Rassismusstrafnorm greift auch hier! Es sind denn in der Schweiz auch schon wiederholt Personen verurteilt worden, welche auf dem Netz gehetzt oder in einer anderen Eigenschaft (z.B. als Informationsplattform oder Provider) zu diesen Aussagen beigetragen haben.

Unabhängig davon, ob eine Aussage strafbar ist oder nicht, gilt es auf Internet vorsichtig zu sein. Gerade, weil damit ein breites und oft unbekanntes Publikum erreicht wird können abschätzige und drohende Aussagen eine Eigendynamik entwickeln und bei den Betroffenen viel Schaden anrichten. Eine frühzeitige Sensibilisierung zum richtigen Verhalten auf Internet ist deshalb besonders wichtig.

No Hate Speech
Antisemitismus und Hassreden im Internet- was kann man dagegen unternehmen?

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