Antisemitismus

Antisemitismus existiert seit über 2000 Jahren und hat besonders die Geschichte Europas über weite Strecken begleitet. Antisemitismus (auch Judenfeindlichkeit genannt) bezeichnet eine pauschale Ablehnung der Juden und des Judentums. Er manifestiert sich in Gesinnung, Ideologie und Symbolen und kann zu sozialer oder gesetzlicher Diskriminierung und im Extremfall zu physischer Gewalt führen.

Die radikalste Form des Antisemitismus war der Holocaust, dessen erklärtes Ziel die physische Beseitigung aller Juden war und der zur systematischen Ermordung von sechs Millionen Juden führte. Der Antisemitismus ist seit Ende des Zweiten Weltkrieges keineswegs überwunden, sondern besteht als latente, in Krisenzeiten aktivierbare Strömung weiter.


Der SIG arbeitet wie die meisten jüdischen Organisationen mit der sogenannten EUMC-Arbeitsdefinition von Antisemitismus.

«Der Antisemitismus ist eine bestimmte Wahrnehmung von Juden, die sich als Hass gegenüber Juden ausdrücken kann. Der Antisemitismus richtet sich in Wort oder Tat gegen jüdische oder nicht-jüdische Einzelpersonen und / oder deren Eigentum, sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen oder religiöse Einrichtungen. Oft enthalten antisemitische Äusserungen die Anschuldigung, die Juden betrieben eine gegen die Menschheit gerichtete Verschwörung und seien dafür verantwortlich, dass „die Dinge nicht richtig laufen“. Der Antisemitismus manifestiert sich in Wort, Schrift und Bild sowie in anderen Handlungsformen, er benutzt negative Stereotype und unterstellt negative Charakterzüge.»

Die vollständige Definition hat den grossen Vorteil, dass sie auch den Unterschied zwischen (legitimer) Israelkritik und Antisemitismus klärt.

  • Antisemitischen Vorfall melden

    Der SIG betreibt eine Anlaufstelle für antisemitische Vorfälle. Hier können Sie einen Vorfall melden.

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  • Themen

    Hier finden Sie Informationen zu Antisemitismus und Meinungsfreiheit, Antisemitismus und Israel, Rassismus-Strafnorm und Rassismus/Antisemitismus im Internet.

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  • Projekte

    Gegen Rassismus und Antisemitismus muss in erster Linie präventiv vorgegangen werden. Der SIG unterstützt Präventionsprojekte, sensibilisiert Politik, Presse und Institutionen, beteiligt sich an Dialoggruppen und ist Anlaufstelle für Fragen.

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  • Berichte

    Der SIG veröffentlicht zusammen mit der GRA Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus auf der Webseite www.antisemitismus.ch jährlich einen Bericht über dem SIG gemeldete sowie öffentlich bekannte Vorfälle aus der Deutschschweiz.

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Kontakt

Schweizerischer Israelitischer Gemeindebund (SIG)
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